Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechtfertigt das Vorgehen seines Ressorts beim Beschaffen damals knapper Corona-Schutzmasken im Frühjahr 2020. "Ja, es stimmt: In dieser Notlage haben wir tatsächlich unkonventionell handeln müssen", sagt er. Er könne sich erinnern, wie Unikliniken wegen fehlender Masken fürchteten, den Betrieb einstellen zu müssen. Dann könne man sagen, man habe gerade keine Struktur für eine Lösung. Stattdessen habe das Ministerium aber auf verschiedenen Wegen alles versucht "und auch viel bezahlt, das ist wahr". Als Lehre daraus gelte es jetzt zu schauen, dass es nicht noch einmal so komme, so Spahn. So werde auch mit dem Bundesinnenministerium beraten, mehr operative Einheiten für solche Fragen zu bekommen.
Der Bundesrechnungshof hatte die zentrale Beschaffung von Masken durch das Gesundheitsministerium kritisiert. Die zu den Beschaffungsausgaben von 6,3 Milliarden Euro hinzukommenden Kosten von bislang 320 Millionen Euro etwa für Transport, Lagerung, Qualitätsprüfungen und externe Beratung könnten durch Rechtsstreitigkeiten und Entsorgungskosten weiter ansteigen.