Das
Bundesgesundheitsministerium hat nach einem neuen Bericht des Bundesrechnungshofs in der Corona-Krise
für Schutzmasken zeitweise deutlich mehr an Apotheken gezahlt als nötig. So habe es bei der Erstattung von Masken für Menschen mit Vorerkrankungen
"eine deutliche Überkompensation" zugunsten der Apotheken gegeben, heißt es. Der Bericht liegt der
Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatten die
Welt sowie
Süddeutsche Zeitung,
NDR und
WDR darüber berichtet.
Auf Basis einer Verordnung des Ministeriums von Ressortchef Jens Spahn erhielten von Dezember bis April besonders vulnerable Personen
jeweils 15 Schutzmasken von den Apotheken. "Alternative Vertriebswege prüfte es nicht", bemängeln die Rechnungsprüfer.
Insgesamt kostete die Abgabe der Masken bis Anfang April 2,1 Milliarden Euro. "Nicht aufklären" lässt sich laut dem Bericht dabei, wie Spahns Ministerium zum bezahlten
Erstattungspreis von 6 Euro pro Maske kam. Eine "Überkompensation" für die Apotheker dürfte nach Ansicht der Rechnungsprüfer auch noch der im Februar auf 3,90 Euro gesenkte Erstattungsbetrag gewesen sein. Bereits Ende Januar habe es zertifizierte FFP2-Masken für unter 1 Euro gegeben.