Letztes Update:
20220127220332

11:38
26.05.2021
Wegen der zuerst in Indien entdeckten Coronavirus-Variante haben unabhängige Experten in Großbritannien dringend zum Handeln aufgerufen. Die Ausbreitung der auch als B.1.617.2 genannten Variante in Großbritannien erfordere eine sofortige Einleitung von Maßnahmen, um die Fallzahlen zu senken, teilte die als "Independent Sage" bekannte Gruppe mit. Sie ist nicht identisch mit dem nur als "Sage" (Scientific Advisory Group for Emergencies) bezeichneten offiziellen Expertengremium der Regierung. 
Schätzungen zufolge sei die indische Variante in Teilen des Landes bereits vorherrschend, heißt es in der Mitteilung von "Independent Sage". Es sei wahrscheinlich zu spät, um zu verhindern, dass sie sich im ganzen Land als dominant durchsetze. Daher empfehlen die unabhängigen Experten Maßnahmen wie zusätzliche Unterstützung für Menschen mit geringen Einkommen bei der Selbstisolierung, bessere Belüftungsmaßnahmen in Schulen und eine Rückkehr der Maskenpflicht in allen weiterführenden Schulen.

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11:31
26.05.2021
Nach schweren Vorwürfen seines einst wichtigsten Beraters verteidigt der britische Premierminister Boris Johnson seine Corona-Politik. "Wir haben in jeder Phase versucht, den Verlust von Menschenleben zu minimieren", sagt Johnson im Parlament in London. Der Umgang mit der Pandemie sei "entsetzlich schwierig". Johnson betonte: "Keine der Entscheidungen war einfach. Es ist für jede Region traumatisch, in einen Lockdown zu gehen."

11:12
26.05.2021
Lungenfachärzte erforschen Therapieansätze von lang andauernden Corona-Erkrankungen. "Es ist ein relative frisches Phänomen", sagt Andreas Rembert Koczulla vor dem 61. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Man überblicke gerade mal 15 Monate. Viele Unikliniken hätten Fachabteilungen eingerichtet für Patienten. In ländlicheren Regionen seien meist Allgemeinmediziner die ersten Ansprechpartner. "Ich glaube, dass auch Selbsthilfegruppen eine entscheidende Rolle zukommt", sagt der Chefarzt am Fachzentrum für Pneumologie der Schön Klinik Berchtesgadener Land in Prien am Chiemsee. Diese hätten sich sehr schnell gebildet.
Die Experten unterscheiden bei den Langzeit-Erkrankungen das Post-Covid-Syndrom, bei dem Symptome noch zwölf Wochen nach einer akuten Corona-Infektion vorhanden sind, und das Long-Covid-Syndrom, das den Symptomverlauf von Woche vier bis über die Woche zwölf hinaus bezeichnet. Daten dazu, wie viele Erkrankte noch lange Probleme haben, seien schwierig zu erheben. Nach Angaben aus England zeigten fast 14 Prozent nach zwölf Wochen Long-Covid-Symptome.

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