Der Brexit und die Pandemie haben die Zahl der Neubürger in Deutschland schrumpfen lassen. Im vergangenen Jahr wurden laut Statistischem Bundesamt rund 109.900 Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland eingebürgert. Das waren 15 Prozent weniger als 2019.
"Dieser Rückgang ist gut zur Hälfte auf die verminderte Zahl an Einbürgerungen von Britinnen und Briten zurückzuführen", berichten die Wiesbadener Statistiker: 2020 wurden nur noch 4900 britische Staatsangehörige eingebürgert, 66 Prozent weniger als 2019. Der generelle Rückgang spiegelt nach Angaben der Statistiker auch wider, "dass es im Jahr des Ausbruchs der Corona-Pandemie bei den zuständigen Behörden teilweise zu verlängerten Wartezeiten kam und weniger Anträge bearbeitet werden konnten".