IOC-Chef Thomas Bach und sein Vizepräsident John Coates sorgen mit Aussagen zum Festhalten an Olympia in Tokio für Empörung in Japan. Bach hat Berichten zufolge zum wiederholten Mal davon gesprochen, dass für die Austragung der Sommerspiele "Opfer" nötig seien. Dafür wird Bach in sozialen Medien massiv kritisiert, viele fordern erneut eine Olympia-Absage. Zuvor hatte bereits der Australier Coates für Aufregung gesorgt, weil er auch im Fall des anhaltenden Corona-Notstands in Tokio die Spiele veranstalten will.
Die Entrüstung über die IOC-Spitze und die japanischen Organisatoren, die trotz der Pandemie und der konstanten Umfrage-Mehrheiten in Japan auf den Olympia-Plänen beharren, könnte den Olympia-Widerstand verstärken. Allerdings betont das IOC, Bach habe bei seinen Aussagen nicht die japanische Bevölkerung gemeint, sondern bei seiner Grußadresse an den Hockey-Weltverband wiederholt: "Jeder in der olympischen Gemeinde muss Opfer bringen."