Mit einer selbst in Auftrag gegebenen Studie zum Infektionsgeschehen unter Zugbegleitern wirbt die Deutsche Bahn für einen aus ihrer Sicht sicheren Fernverkehr. In drei Testreihen wurden demnach in diesem und im vergangenen Jahr jeweils mehr als 1000 Beschäftigte im Fernverkehr getestet, wie der Konzern mitteilt. Darunter waren neben Zugbegleitern auch Instandhalter und Lokführer - zwei Berufsgruppen, die deutlich weniger direkten Kundenkontakt haben.
Bei den teilnehmenden Mitarbeitern wurden in den drei Testphasen PCR-Tests, mit denen eine akute Corona-Infektion nachgewiesen werden kann, sowie Antikörpertests gemacht. Die erhobenen Daten deuteten nicht darauf hin, dass die Zugbegleiter einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt seien als die anderen Berufsgruppen, heißt es im Abschlussbericht. In der dritten Testreihe vom 24. Februar bis zum 4. März wurden demnach bei 1014 Mitarbeitern Antikörpertests durchgeführt. Bei den Zugbegleitern lag der Anteil der positiven Tests demnach bei 6,8 Prozent, bei den Lokführern bei 3,9 Prozent und bei den Instandhaltern bei 8,5 Prozent.