Rund zwei Monate vor den geplanten Olympischen Spielen spricht sich der Ärzteverband in Tokio für eine Absage des Sport-Spektakels aus. In einem unter anderem an Japans Ministerpräsidenten Yoshihide Suga gerichteten Brief fordern die rund 6000 Mediziner die Verantwortlichen auf, das Internationale Olympische Komitee (IOC) davon zu überzeugen, dass die Ausrichtung der Spiele schwierig sei und sie abgesagt werden sollten.
Trotz des inzwischen dritten Notstands für die Olympia-Stadt seien die Krankenhäuser nahezu ausgelastet und hätten keine Kapazitäten mehr. Der Ärzteverband reiht sich damit ein in eine wachsende Zahl von Stimmen, die eine Absage der Spiele fordern. Japan kämpft inzwischen gegen eine vierte Corona-Welle, obwohl die Regierung zum nun wiederholten Male den Notstand für Tokio und weitere Regionen verlängert hat.