Das als Vorbild bei der Corona-Bekämpfung geltende Taiwan hat plötzlich mit dem stärksten Ausbruch seit Beginn der Pandemie zu kämpfen. Nach bereits erhöhten Zahlen in den vergangenen Tagen verzeichnete die Inselrepublik laut Angaben der Behörden 333 neue lokal übertragene Infektionen. Bereits gestern wurden 206 neue Fälle gemeldet. Für das ostasiatische Land mit knapp 24 Millionen Einwohner ist das eine enorme Zahl. Seit Beginn der Pandemie hat es nur rund 2000 Infektionen gegeben - mehr als ein Viertel der Fälle stammt damit aus den vergangenen Tagen.
Als Konsequenz auf den jüngsten Ausbruch kündigten die Behörden ein Einreise-Verbot für Ausländer an, deren regulärer Wohnsitz nicht Taiwan ist. Taiwan hatte seit Ausbruch der Pandemie weltweit viel Lob für seine Strategie zur Bekämpfung des Virus erhalten. Zu einem früheren Zeitpunkt hatte die Inselrepublik für 250 Tagen überhaupt keine neuen Infektionen gemeldet.