Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock verteidigt die Öffnungspläne der Regierung in London trotz lokaler Ausbrüche der indischen Corona-Variante. Sollte sich die höhere Übertragbarkeit der Mutante als gering herausstellen, werde es so gut wie keine Auswirkungen auf den Lockerungsfahrplan des Landes geben, sagt Hancock dem Nachrichtensender Sky News. "Wir wissen es einfach nicht, deswegen ist es angemessen, den Fahrplan weiterzuverfolgen, aber die Menschen müssen wachsam und vorsichtig sein", erklärt der konservative Politiker weiter.
Die indische Variante B.1.617.2 ist nach Ansicht britischer Experten womöglich um bis zu 50 Prozent ansteckender als die bislang in dem Land vorherrschende Virus-Variante B.1.1.7. Sollte sich das bewahrheiten, könnte der Fahrplan für weitere Öffnungsschritte ins Stocken geraten, warnte bereits Premierminister Boris Johnson. Eigentlich wollte Johnson am 21. Juni alle Corona-Maßnahmen in dem Land aufheben. Ob das nun tatsächlich geschehen soll, will die Regierung am 14. Juni entscheiden.