Kritik an den seit gestern geltenden Erleichterungen für Genesene und Geimpfte: "Ich halte (diesen Schritt) tatsächlich für ein Problem, weil es eine Ungerechtigkeit bedingt", so Christiane Woopen, Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, ARD-Morgenmagazin. Nach ihrer Ansicht sollten auch Menschen mit einem negativen PCR-Test Erleichterungen genießen und nicht anders behandelt werden als Geimpfte oder Genesene.
"Wenn jetzt die Debatte unter dem Stichwort Neid geführt wird, dann ist das irreführend", erklärt sie. Weil dabei der Einzelne aufgefordert würde, nicht neidisch zu sein. "Es geht aber um die politische Verantwortung, diese Möglichkeiten, die Grundrechte wieder auszuüben, allen Menschen zu ermöglichen - und dafür gibt es eben die technischen Möglichkeiten", betont Woopen. Auch im Umgang mit Genesenen, deren Erkrankung länger her sei als sechs Monate, bedürfe es dringend einer Nachjustierung.