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09:48
10.05.2021
Kritik an den seit gestern geltenden Erleichterungen für Genesene und Geimpfte: "Ich halte (diesen Schritt) tatsächlich für ein Problem, weil es eine Ungerechtigkeit bedingt", so Christiane Woopen, Vorsitzende des Europäischen Ethikrates,  ARD-Morgenmagazin. Nach ihrer Ansicht sollten auch Menschen mit einem negativen PCR-Test Erleichterungen genießen und nicht anders behandelt werden als Geimpfte oder Genesene. 
"Wenn jetzt die Debatte unter dem Stichwort Neid geführt wird, dann ist das irreführend", erklärt sie. Weil dabei der Einzelne aufgefordert würde, nicht neidisch zu sein. "Es geht aber um die politische Verantwortung, diese Möglichkeiten, die Grundrechte wieder auszuüben, allen Menschen zu ermöglichen - und dafür gibt es eben die technischen Möglichkeiten", betont Woopen. Auch im Umgang mit Genesenen, deren Erkrankung länger her sei als sechs Monate, bedürfe es dringend einer Nachjustierung. 

13:44
10.05.2021
UPDATE | Millionen Menschen können sich in den kommenden Monaten mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson ohne Zugehörigkeit zu einer Vorranggruppe impfen lassen. Das entschieden die Gesundheitsminister von Bund und Ländern. Bei diesem Impfstoff reicht eine Spritze für den vollen Schutz. Er kann ähnlich wie der Impfstoff von Astrazeneca aber selten schwere Nebenwirkungen haben. Deshalb ist vor einer Entscheidung für das Vakzin bei Menschen bis 60 Jahren ärztliche Aufklärung und individueller Risikoanalyse vorgeschrieben. Regelhaft eingesetzt werden soll der Impfstoff erst bei Personen ab 60 - allerdings wird er in Deutschland großteils erst geliefert, wenn die Älteren ganz überwiegend schon geimpft sind. Die Priorisierung ist für das Johnson-&-Johnson-Präparat in Arztpraxen und bei Betriebsärzten aufgehoben. 
Nach Auskunft von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll dies ermöglichen, die Impfkampagne weiter "pragmatisch" und "mit Geschwindigkeit" voranzutreiben.

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