Die Europäische Union verlängert die Exportkontrolle von Corona-Impfstoffen bis Ende Juni. Die EU-Staaten hätten der Verlängerung zugestimmt, so eine Sprecherin der EU-Kommission. Angesichts knappen Impfstoffs und ausfallender Lieferungen hatte die Kommission den Mechanismus am 1. Februar eingeführt. Seitdem müssen Impfstoff-Exporte aus EU-Staaten in viele Länder angemeldet und genehmigt werden. Im März wurde das Instrument verschärft. In bestimmten Fällen kann die Ausfuhr untersagt werden.
Nach Angaben der Sprecherin ist dies bislang nur einmal geschehen: Anfang März wurde eine Lieferung über 250.000 Astrazeneca-Dosen aus Italien nach Australien blockiert. Zugleich seien bis Anfang der Woche 854 Anträge zur Lieferung von insgesamt 178 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an 45 Länder genehmigt worden.