Angesichts von Einnahmeausfällen bei Bussen und Bahnen wegen der Corona-Krise werden Forderungen nach neuen Milliardenhilfen des Bundes für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) lauter. CDU-Chef Armin Laschet sagte der dpa: "Wir brauchen in der Pandemie und nach der Pandemie starke öffentliche Verkehrsmittel." Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) müsse dafür jetzt die Mittel freigeben. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und auch die SPD im Bundestag forderten eine Milliarde Euro für dieses Jahr. Die Branche dringt auf eine rasche Verlängerung des Rettungsschirms für den ÖPNV.
Scheuer: "Mit noch einmal einer Milliarde Euro können wir den umweltfreundlichen ÖPNV weiter leistungsfähig und zuverlässig am Laufen halten." Dies stärke das Vertrauen und mache das System insgesamt zukunftsfest. Laut SPD-Fraktionsvize Sören Bartol werden die Länder durch den dritten Lockdown verursachte Mehrkosten im ÖPNV nicht alleine stemmen können. Es wäre fatal, wenn sich die Einbrüche bei den Passagierzahlen verfestigten und der ÖPNV so kaputtgespart würde.