Der Autor und Philosoph Richard David Precht hat generelle Verweigerer der politisch verordneten Corona-Schutzmaßnahmen kritisiert. Auf dem Digital- und Medienkongress "4Gamechangers" in Wien appellierte er zugleich an Pflichtbewusstsein und Gemeinsinn in der Gesellschaft. Precht betonte: "Ich rede über die Leute, die jetzt sagen: 'Der Staat hat mir nichts zu sagen. Das ist ein Eingriff in meine persönliche Freiheit, wenn mich jemand zwingt, eine Maske zu tragen'." Er zog einen Vergleich zur Verpflichtung, Steuern zu zahlen. "Es geht nicht darum, was ich persönlich über meinen Steuersatz denke, sondern es geht darum, dass ich meine Steuern zu zahlen habe." Das gelte für Corona-Maßnahmen genauso.
Precht führte weiter aus: "Mir fällt auch auf, dass Leute, die sich an die Maßnahmen nicht halten, selten Leute sind, die auf Intensivstationen arbeiten. Dass es auch keine Leute sind, die immer schon dadurch aufgefallen sind, dass sie sich besonders für das Gemeinwohl engagiert haben."