Fachleute für die
weltweite Corona-Impfkampagne fordern mehr Anstrengungen auf dem Weg zu einer
globalen Herdenimmunität. Dazu müssten die wohlhabenden Staaten überzählige Impfstoff-Bestellungen an die ärmeren Staaten abgeben, fordern Vertreter internationaler Organisationen bei einer Expertenrunde, die die Entwicklungsorganisation One organisiert hat.
Inzwischen hätten sich die
reichen Industrieländer insgesamt 1,9 Milliarden Impfdosen mehr gesichert, als sie für eine
Herdenimmunität in den eigenen Staaten
benötigten, sagt One-Geschäftsführer Tom Hart. Eine Analyse zeige, dass zum Ende des Sommers alle G7-Staaten ihre Bedürfnisse erfüllt hätten und dann Lager mit Überkapazitäten aufbauen würden.
Je länger die Pandemie dauere, desto größer sei die Gefahr gefährlicher Mutanten, warnt der Vorstandsvorsitzende der Impfallianz Gavi, Jose Manuel Barroso.