Mit Blick auf die jüngsten Infektionszahlen in der Pandemie gibt es bei Kliniken und Wissenschaftlern vorsichtigen Optimismus. Nach einer Verdoppelung der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von Mitte März bis Mitte April stagnieren die Zahlen seit rund zwei Wochen bei etwas über 160. Es gibt Einschätzungen, dass sie nach weiteren zwei Wochen sinken könnten - und die dritte Welle gebrochen wäre. Was spricht für positive Entwicklungen?
"Wir haben im Moment eine Gemengelage aus gegenläufigen Trends", sagt Virologe Klaus Stöhr der Deutschen Presse-Agentur. Auf der einen Seite gebe es weiter den Infektionsdruck der kühlen Jahreszeit, die Ansteckungszahlen nach oben treibe. Dazu komme eine Pandemiemüdigkeit in der Bevölkerung inklusive mehr Mobilität und Kontakten. Auf der anderen Seite sorgten zum Beispiel durchgemachte Infektionen und die Impfungen für eine Infektionsbremse. Dieser Ausgleich erkläre für ihn die Stagnation im Moment, sagt Stöhr.