Letztes Update:
20220127220332

10:13
09.04.2021
Deutschlands Intensivmediziner sind enttäuscht über die Absage des Corona-Gipfels von Bund und Ländern. "Das ist eine enttäuschende neue Situation", sagt Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). Er könne nur hoffen, dass es stattdessen zeitnahe alternative politische Entscheidungen gebe.
25.000 Neuinfektionen pro Tag bedeuteten rund zwei Wochen später rund 350 bis 750 neue Intensivpatienten mit Covid-19, sagt Marx. Die Lage auf den Intensivstationen sei bereits jetzt dramatisch, einige Regionen könnten keine Covid-Patienten mehr aufnehmen, so Marx.  

10:05
09.04.2021
Deutschlands Intensivmediziner fordern einen harten und umgehenden Lockdown von zwei bis drei Wochen. Die Lage in den Kliniken sei zutiefst besorgniserregend, sagt Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, am Freitag. "Es brennt. Die Lage ist sehr dramatisch. Jeder Tag zählt." Es gebe einen ungebremsten und dramatischen Anstieg von Covid-Patienten. Ihr Alter liege nun zumeist zwischen 40 und 70. Bei den unter 50-Jährigen sterbe jeder fünfte Intensivpatient, bei den Älteren im Schnitt jeder zweite, sagte Marx. 
Wenn nicht umgehend Maßnahmen ergriffen würden, wachse die dritte Pandemiewelle über die zweite hinaus, mahnt Marx. Bereits Ende April rechnet die Divi bundesweit mit mehr als 5000 Covid-Patienten. "Die Kliniken gehen in einen katastrophenähnlichen Zustand", sagt Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des DIVI-Intensivregisters. 500 Kliniken in Deutschland könnten bereits jetzt schon keine Covid-Patienten mehr aufnehmen. 

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