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03:02
08.04.2021
Angesichts der zweiten Welle in Argentinien verhängt die Regierung des Landes wieder strenge Ausgangsbeschränkungen. In den besonders betroffenen Distrikten gilt ab Freitag eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 24 und 6 Uhr, wie Präsident Alberto Fernández ankündigt. "Argentinien hat die zweite Welle erwischt", sagt der Staatschef. "Als Präsident ist es meine Verantwortung, die Zügel in die Hand zu nehmen und das Land zu führen." Trotz einer Impfung hatte sich Fernández zuletzt selbst mit dem Coronavirus infiziert.
Private Zusammenkünfte in Häusern und Wohnungen über die eigene Familie hinaus werden bis Ende April untersagt, Treffen unter freiem Himmel auf höchstens 20 Personen begrenzt. Restaurants und Bars müssen um 23 Uhr schließen, Kasinos und Diskotheken werden komplett geschlossen. Den öffentlichen Nahverkehr dürfen nur noch Mitarbeiter aus essenziellen Sektoren benutzen. Diese Beschränkungen gelten für die Bewohner der Hauptstadt Buenos Aires und der umliegenden Vororte sowie der Ballungsräume Córdoba, Mendoza, Tucumán, San Juan und Rosario.

01:30
08.04.2021
Der Virologe Hendrik Streeck zeigt sich überrascht über die Empfehlung, Menschen nach einer Corona-Impfung mit dem Präparat von Astrazeneca eine Zweitimpfung mit Biontech- oder Moderna-Wirkstoffen anzubieten. "Da sind die klinischen Studien noch nicht gelaufen. Ich hielte es für notwendig, sich an die Regeln zu halten und abzuwarten, ob die Studien erfolgreich sind", sagt Streeck der Fuldaer Zeitung. Er halte es aber für eine "nachvollziehbare" Entscheidung, das Astrazeneca-Vakzin nicht mehr an Menschen unter 60 Jahren zu verabreichen - auch wenn der Impfstoff an sich gut und sicher sei.

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