Letztes Update:
20220127220332

12:27
05.04.2021
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst betont, dass Schülern wegen der Corona-Pandemie keine Nachteile entstehen sollen. "Niemand sollte die Jugendlichen, die jetzt vor dem Abschluss stehen, zusätzlich zur normalen Prüfungsnervosität verunsichern", sagt Ernst, die auch Brandenburger Bildungsministerin ist. Der Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), wegen der Corona-Pandemie die Abiturprüfungen in diesem Jahr notfalls ausfallen zu lassen, erteilt sie eine Absage.
Ernst betont, dass alle mit Hochdruck an sicheren Bedingungen für die Durchführung der Prüfungen arbeiteten. Die KMK habe mit ihrem Beschluss zum Abitur 2021 vom 21. Januar einen Rahmen verabredet, der die Vergleichbarkeit sicherstelle, aber Spielräume schaffe, um auf die Einschränkungen der Pandemie Rücksicht zu nehmen. "Schülerinnen und Schülern sollen in diesem von der Pandemie geprägten Schuljahr keine Nachteile für ihre weitere Bildungsbiografie entstehen", so Ernst.

11:59
05.04.2021
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert einen Kurswechsel in der Impfstrategie hin zu möglichst vielen kurzfristigen Erstimpfungen. Wenn der Abstand zur Zweitimpfung bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna von sechs auf zwölf Wochen verlängert würde, könnten bis Juli über 60 Millionen Menschen in Deutschland erstgeimpft und so gegen schwere Krankheitsverläufe geschützt sein, sagt er der Augsburger Allgemeinen. "Wenn wir jetzt unsere Strategie wechseln und auf möglichst viele Erstimpfungen ausrichten, wird kein vierter Lockdown mehr nötig sein."
Lauterbach verweist auf Erfahrungen aus Großbritannien sowie Modellrechnungen unter seiner Beteiligung, wonach so "weit über 10.000" Todesfälle verhindert werden könnten. "Studienergebnisse aus Australien weisen darauf hin, dass der Schutz der mRNA-Impfstoffe auch zwischen der sechsten und der zwölften Woche nach der Impfung so stark ausgeprägt ist, dass bei einer Corona-Infektion das Risiko schwerer Verläufe mit Klinikaufenthalten oder tödlichem Ausgang extrem gering ist."

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