SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert angesichts stark steigender Neuinfektionszahlen zeitnah erneute Beratungen. "Wir müssen rasch nochmal neu verhandeln", sagt Lauterbach dem "Tagesspiegel". "Ohne einen scharfen Lockdown wird es nicht gehen", betont er und verteidigt seine Forderung nach bundesweiten Ausgangssperren. "Ausgangsbeschränkungen ab 20 Uhr für zwei Wochen würden wirken - wir haben es in Frankreich, Großbritannien und Portugal gesehen."
"Es wird allgemein im politischen Berlin zu wenig über die Gefahren gesprochen", kritisiert Lauterbach. "Es wird viel zu wenig über die Stärke der dritten Welle gesprochen, welche Altersgruppen das betrifft und wie gefährlich die Mutationen für die mittleren Altersgruppen sind."