In Zeiten der Pandemie haben auch die Anonymen Alkoholiker (AA) ihre Treffen teilweise in das Internet verlegt. Das senkt die Hemmschwelle, sich zu beteiligen, wie ein Sprecher der bundesweit agierenden Selbsthilfegruppe sagt. Zwar gebe es keine konkreten Zahlen, weil keine Mitgliederlisten geführt werden, jedoch sei ein Zulauf spürbar. Insbesondere mehr junge Menschen nähmen an den Online-Treffen teil.
Bundesweit gibt es zurzeit den Angaben nach mindestens 260 Gruppen der Anonymen Alkoholiker, die sich per Videoschalten treffen. Einige weitere können - je nach regionalen Corona-Vorschriften - noch persönlich zusammenkommen. Vor der Pandemie gab es etwa 1800 Gruppen der Anonymen Alkoholiker und geschätzt 20.000 Betroffene, die die Angebote nutzten.