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21:10
23.03.2021
Der von Bund und Ländern beschlossene verschärfte Oster-Lockdown wird nach Einschätzung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung keine großen direkten Einflüsse auf die Wirtschaftsaktivität haben. "Einkäufe, die in der Schließzeit über Ostern nicht stattfinden, dürften entweder davor oder danach aufgeholt werden", sagt der Leiter des gewerkschaftsnahen Instituts, Sebastian Dullien. Nach Einschätzung von Bank-Volkswirten dürfte der bis 18. April verlängerte Lockdown die wirtschaftliche Erholung allerdings verzögern.

20:52
23.03.2021
Der Bundesverband der Deutschen Industrie kritisiert das Krisenmanagement von Bund und Ländern in der Corona-Krise heftig. BDI-Präsident Siegfried Russwurm: "Die Sorge in der Breite der Wirtschaft vor langanhaltenden, irreparablen Schäden wächst." Bund und Länder müssten ihre Strategie ändern: "Während andere Staaten mehr und schneller impfen und testen, um die Freiheit ihrer Bürgerinnen und Bürger zu erhalten, verhängt Deutschland nun Ruhezeiten. Nur wer impft, wächst. Durch Deutschland muss ein Impfruck gehen. Dazu zählen Impfangebote rund um die Uhr, auch am Wochenende."
Zugleich sagt Russwurm: "Die Entscheidung von Bund und Ländern, angesichts der steigenden Inzidenzzahlen weitere Lockerungen auszusetzen, ist auch Ausdruck einer fortwährenden Überforderung unseres föderalen Systems bei der Pandemiebekämpfung." Ähnlich äußert sich die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Die Absprachen der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung sind Ausdruck großer Ratlosigkeit und offenkundiger Spannungen zwischen den Beteiligten. - Viele Arbeitgeber sind entsetzt, wie der Föderalismus und die politischen Eliten an dieser Herausforderung (Anm.: am Corona-Management) zu scheitern drohen. BDA-Präsident Rainer Dulger 20:52
23.03.2021
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