Dänemark will sich im Zuge der voranschreitenden Impfkampagne in den kommenden Wochen nach und nach von den geltenden Corona-Maßnahmen verabschieden. Die sozialdemokratische Regierung und fast alle weiteren dänischen Parlamentsparteien einigten sich auf einen langfristigen Plan zur schrittweisen Abkehr von den Corona-Beschränkungen. Das erklärte Ziel: Das öffentliche Leben soll mit wenigen Ausnahmen beschränkungsfrei sein, wenn alle Risikogruppen und alle Menschen über 50, die dies wünschen, ihre erste Impfung gegen Covid-19 erhalten haben. Für gewisse Bereiche sollen aber Einschränkungen bestehen bleiben, etwa für Großveranstaltungen und das Nachtleben.
Wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in der Nacht zum Dienstag unterstrich, wird bei vielen Öffnungsschritten ein derzeit entwickelter Corona-Pass eine zentrale Rolle spielen. Mit diesem soll man dann unter anderem per App auf dem Smartphone Impfungen, negative Tests und überstandene Infektionen nachweisen können. Die Parteien seien sich einig, dass ein Corona-Pass zur Epidemiekontrolle beitragen werde, so dass große Teile des Erwerbs- und Kulturlebens früher als sonst wieder geöffnet werden könnten, hieß es in der Vereinbarung.