Letztes Update:
20220127220332

14:43
22.03.2021
Die Corona-Krise mit Lockdown, Gesundheitskosten und Unternehmenshilfen belastet den Bundeshaushalt deutlich stärker als erwartet. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will im laufenden Jahr rund 60,4 Milliarden Euro mehr Schulden machen als zunächst geplant. Wie aus dem Finanzministerium verlautet, plant er für das Jahr 2022 zudem noch einmal eine Neuverschuldung von rund 81,5 Milliarden Euro.
"Wir wollen nichts schönreden, die Nettokreditaufnahme ist hoch", heißt es im Finanzministerium. Auch im kommenden Jahr solle dafür noch einmal die Ausnahmeregel der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse genutzt werden. Man sei aber optimistisch, dass die Auswirkungen der Pandemie dann nicht mehr so tief zu spüren und etwa nicht mehr so hohe Corona-Hilfen für die Wirtschaft nötig seien wie jetzt. 

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14:30
22.03.2021
In Bulgarien gilt wegen besorgniserregend steigender Corona-Fallzahlen erneut ein Teil-Lockdown. Bis Ende März schließen Restaurants und Cafés, Fitnessstudios und Sportzentren sowie Kitas, Schulen und Universitäten - zum dritten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie. Auch Theater, Kinos und Museen sowie größere Nicht-Lebensmittelgeschäfte mussten schließen. Die Flaniermeile Witoscha der Hauptstadt war am Montag menschenleer. Lokale und Geschäfte hatten am Wochenende auf Hochtouren Kunden empfangen. In dem EU-Land waren erst Anfang März die meisten Corona-Beschränkungen aufgehoben worden.
In dem Balkanland wurden nach amtlichen Angaben vom vergangenen Donnerstag 483 Neuansteckungen pro 100.000 Menschen binnen zwei Wochen verzeichnet. Bulgarien steht ab Sonntag auf der deutschen Liste der Hochinzidenzgebiete. Hotspots sind neben der Hauptstadt Sofia auch die Regionen Burgas und Warna am Schwarzen Meer.

14:14
22.03.2021
Tschechien hat ein Jahr nach Beginn der Coronavirus-Pandemie der Opfer gedacht. Um 12.00 Uhr mittags läuteten im ganzen Land die Kirchenglocken. Dazu hatten die Kirchen und eine Bürgerinitiative aufgerufen. Bisher starben nach offiziellen Angaben mehr als 24.800 Menschen, die zuvor positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden waren. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner.
Auf einem zentralen Platz in Prag tauchten am Morgen Tausende Kreidekreuze auf, die an die Toten erinnern sollten. Hinter der Aktion auf dem Altstädter Ring stand die regierungskritische Bürgerinitiative "Eine Million Augenblicke für Demokratie". "Viele von ihnen sind unnötig gestorben", schrieb ihr Vorsitzender Benjamin Roll bei Twitter. Dafür trage die Regierung die Verantwortung. Derweil übte der nationale Rechnungshof NKU in einem Bericht scharfe Kritik an der Exekutive.

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