Letztes Update:
20220127220332

09:27
22.03.2021
Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen warnt vor zögerlichem Handeln gegen die dritte Welle der Corona-Pandemie. "Wenn wir immer darauf warten, erst perfekt und sicher zu sein, bevor wir überhaupt etwas tun, dann wird diese dritte Welle schlimmer als die zweite", sagt Dahmen in der Sendung "Frühstart" bei RTL/ntv. 
Dahmen zufolge ist es möglich, dass bald mehr und jüngere Menschen auf den Intensivstationen liegen. "Es werden viele Menschen deutlich kränker werden." Schärfere Maßnahmen seien angesichts der Situation nicht vermeidbar. 

08:51
22.03.2021
Kurz vor den Bund-Länder-Beratungen warnt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vor zu strengen Corona-Regeln. "Viele Menschen sind wirklich auch bei gutem Willen inzwischen Corona-müde. Und das müssen wir in unseren Beschlüssen auch immer mit im Hinterkopf haben", sagt Weil im ZDF- "Morgenmagazin". Angesprochen auf die Debatte um den Osterurlaub sagt er: "Wenn wir uns beschränken auf Urlaubsformen, die rein auf Selbstversorgung beruhen und die nur in der Nähe stattfinden (...), dann haben wir das Risiko entscheidend reduziert."
Ähnlich wie schon einige andere Ministerpräsidenten befürwortet Weil das Konzept eines "kontaktarmen Urlaubs" im eigenen Bundesland. So soll der Urlaub in Ferienwohnungen oder -häusern, Appartements oder Wohnmobilen möglich sein, sofern diese über eigene sanitäre Anlagen verfügen und Urlauber sich dort auch mit Essen versorgen können.

08:09
22.03.2021
Die Ausbreitung der ansteckenderen Coronavirus-Mutationen könnte nach Ansicht des Virologen Ulf Dittmer die im Frühjahr zu erwartenden, mildernden saisonalen Effekte für die Pandemie abschwächen. Grundsätzlich würden Umweltfaktoren wie etwa UV-Strahlen und höhere Temperaturen sowie das vermehrten Aufhalten im Freien in der wärmeren Jahreszeit helfen, das Infektionsgeschehen zu bremsen. "Dieser Vorteil könnte jetzt - und das ist ein wenig die Gefahr - von den Mutanten aufgefressen werden", sagt der Direktor des Instituts für Virologie des Uniklinikums Essen der Deutschen Presse-Agentur.
"Wir wissen von Coronaviren, dass der R-Wert, also die Reproduktionsrate des Virus, aufgrund dieser Faktoren im Frühjahr und Sommer deutlich sinkt. Also mindestens um den Faktor 0,5, vielleicht sogar noch mehr. Und das ist schon relativ viel", sagt Dittmer. Die saisonalen Effekte könnten jedoch wegen der sich leichter ausbreitenden Corona-Variante B.1.1.7 nicht dafür ausreichen, dass der R-Wert langfristig unter die Schwelle von 1 sinke, ab der die Pandemie abflaut.

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