Trotz großer Fortschritte bei der Impfkampagne in Chile häufen sich in dem Land die Corona-Infektionen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es in dem 19-Millionen-Einwohner-Land aktuell etwa 48.000 aktive Fälle - mehr als jemals zuvor. Die hohe Zahl an Neuinfektionen könnte mit dem verwendeten Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac zusammenhängen. Das Vakzin verhindert zwar schwere Verläufe, allerdings liegt der Schutz gegen eine Ansteckung nach einer brasilianischen Studie nur bei etwas über 50 Prozent.
Die Impfkampagne hingegen gilt als Erfolgsgeschichte. Mehr als fünf Millionen Menschen haben bereits mindestens eine Impfdosis erhalten. Geimpft wird nach einem recht einfachen Priorisierungsplan ohne komplizierte Terminvergabe - in Gesundheitszentren, Fußballstadien und Impfstraßen.