Letztes Update:
20220127220332

07:45
19.03.2021
Der Essener Virologe Ulf Dittmer rät dazu, auf Urlaubsreisen rund um Ostern zu verzichten. Über Ostern haben wir in den allermeisten Ländern außer Israel keine stabile Lage", sagt der Leiter des Instituts für Virologie an der Uniklinik Essen der Deutschen Presse-Agentur. "Auch die Lage auf den Balearen halte ich nicht für stabil." Es könne auch dort schnell wieder in die andere Richtung gehen. "Ich würde es jetzt nicht tun über Ostern."
Er sehe mehrere Risiken: "Dass man sich infiziert und dort ins Krankenhaus muss oder dass man von Gegenmaßnahmen wie Quarantäne betroffen ist oder wieder Flüge ausfallen". Jeder solle sich genau überlegen, was er an Urlaub verantworten könne. Auch bei einem innerdeutschen Urlaub etwa in einer Ferienwohnung, gibt Dittmer zu bedenken. "Virusverbreitung und Infektionszahlen haben etwas mit Mobilität zu tun. Und natürlich würde das die Mobilität erhöhen."

07:22
19.03.2021
Eine neue Analyse legt ein früheres erstes Auftreten des Coronavirus in der chinesischen Provinz Hubei nahe als bislang angenommen. Demnach könnte das Virus zum ersten Mal ein bis zwei Monate vor den Nachweisen vom Dezember 2019 im Zusammenhang mit einem Markt für Meeresfrüchte aufgetreten sein. Die Ergebnisse der Studie, bei der im Modell Mutanten des Coronavirus bis zu einem gemeinsamen Virus-Vorfahren zurückverfolgt und dann Ausbreitungsszenarien modelliert wurden, wurden in der Fachzeitschrift Science vorgestellt. 
Der Evolutionsbiologe Michael Worobey erklärt, die Ergebnisse deuteten stark darauf hin, dass der Markt in der Provinz Hubei nicht die Quelle des ersten Corona-Ausbruchs sei, aber eines der ersten Superspreading-Events. William Hanage, Experte für öffentliche Gesundheit und nicht an der Studie beteiligt, sagt, die Rückschlüsse der Wissenschaftler seien "sehr, sehr plausibel".  

07:19
19.03.2021
Nach der geplanten Wiederaufnahme der Corona-Impfungen mit dem Produkt von Astrazeneca in Deutschland hofft ein Immunologe auf ein schnelles Wiederhochfahren dieser Impfungen. Es gelte, beim Impfen jetzt wieder aufzuholen, sagt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, der Deutschen Presse-Agentur
Nach bisherigen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) seien durch das Aussetzen der Impfungen mit dem Präparat des britisch-schwedischen Herstellers mindestens mehrere Zehntausend Impfungen pro Tag verpasst worden. Das könne perspektivisch mehr Todesfälle durch Covid-19 bedeuten.

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