Innenminister Horst Seehofer fordert eine deutliche Vereinfachung der Corona-Maßnahmen. "Die Regelungen sind mittlerweile zum Teil recht kompliziert geworden und nicht immer logisch", sagt der CSU-Politiker dem Münchner Merkur. "Die Leute verstehen nicht, wenn der Blumenladen schließen muss, aber der Supermarkt nebenan Blumen verkaufen darf."
Seehofers Vorschlag: Ab einer Inzidenz von 50 darf nur noch ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche in einen Laden - ob Supermarkt oder sonstiger Einzelhandel. "Eine Regel für eine Inzidenz von über 100 bräuchten wir dann nicht mehr", sagt Seehofer. Diesen kritischen Wert werden voraussichtlich immer mehr Landkreise überschreiten. Damit träte die bislang gültige "Notbremse" in Kraft, die eine Schließung vieler Geschäfte vorsieht.