Die
slowakische Vier-Parteien-Regierung ist in eine
schwere Krise gestürzt, weil sie die
Corona-Pandemie nicht in den Griff bekommt. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl sterben in der Slowakei seit Wochen mehr Menschen als in jedem anderen Land Europas. Der populistisch-konservative
Ministerpräsident Igor Matovic und ein Teil seiner Koalitionspartner fordern sich gegenseitig zum Rücktritt auf. Ein Vermittlungsversuch von Staatspräsidentin Zuzana Caputova blieb erfolglos.
Auf Druck der Koalitionspartner trat vergangene Woche der zur Matovic-Partei gehörende Gesundheitsminister Marek Krajci zurück. Am Montag folgte ihm überraschend der rechtspopulistische Arbeits- und Sozialminister Milan Krajniak. Die beiden kleineren Regierungsparteien drohten dennoch mit dem Verlassen der Koalition, falls nicht Matovic selbst abtrete.