Nach mehreren EU-Ländern setzt auch Schweden die Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca vorsorglich aus. Man pausiere den Einsatz des Impfstoffs des britisch-schwedischen Unternehmens, bis die Untersuchung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zu vermuteten Nebenwirkungen des Mittels abgeschlossen sei, teilt die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten mit. "Der Entschluss ist eine Vorsichtsmaßnahme", erklärt der Staatsepidemiologe Anders Tegnell.
Brisant an dem Beschluss ist, dass Astrazeneca teils schwedisch ist: Der Pharmakonzern ist 1999 aus dem Zusammenschluss des schwedischen Unternehmens Astra und dem britischen Konzern Zeneca entstanden. Der Hauptsitz von Astrazeneca ist im englischen Cambridge.