UPDATE | Sechs EU-Länder dringen auf hochrangige EU-Gespräche für eine gerechtere Verteilung von Impfdosen. Das derzeitige Bestellsystem würde sonst "bis zum Sommer riesige Ungleichheiten unter Mitgliedsstaaten schaffen und vertiefen", schreiben die Regierungschefs von Österreich, Bulgarien, Lettland, Slowenien und Tschechien in einem Brief an den EU-Ratspräsidenten Charles Michel und die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Kroatien schloss sich dem Vorstoß am Samstag an.
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hatte beklagt, dass Impfdosen unter den EU-Staaten nicht anteilig aufgeteilt werden, sondern dass zusätzliche Lieferverträge durch nicht transparente Verhandlungen in einer EU-Steuerungsgruppe zustande kämen. Die Niederlande wiesen die Vorwürfe zurück: "Wir halten uns an die Absprachen." Man nutze aber den Spielraum "maximal" aus, sagte ein Sprecher.