Letztes Update:
20220415020040

09:53
13.04.2022
Nach Ansicht der Opposition ist Boris Johnson wegen seiner "Partygate"-Geldstrafe nicht mehr haltbar, doch seine Konservative Partei hält demonstrativ am britischen Premierminister fest. Die Strafbescheide der Londoner Polizei gegen Johnson und Finanzminister Rishi Sunak haben in Großbritannien tiefe Risse in Gesellschaft und Politik deutlich gemacht. "Geführt von Lügnern und Gesetzesbrechern", titelt die Zeitung "Daily Mirror", die konservative Presse hingegen spielte den Anlass für die Strafe über 50 Pfund (60 Euro) herunter.

Johnson habe an seinem Geburtstag am 19. Juni 2020 nur wenige Minuten an der Überraschungsfeier im Kabinettssaal teilgenommen, betonte die "Daily Mail". Weder sei Alkohol getrunken noch Kuchen verspeist worden. "Wissen sie, dass ein Krieg tobt?", schreibt das Blatt und verwies auf Johnsons Ukraine-Einsatz. Verkehrsminister Grant Shapps sagte dem Sender Sky News: "Jeder ist ein Mensch, Menschen machen manchmal Fehler." Johnson habe einen arbeitsamen Tag gehabt. Es sei kein absichtlicher Gesetzesverstoß gewesen. Auch Johnsons Ehefrau hat einen Strafbescheid beglichen.

08:22
13.04.2022
Führende Wirtschaftsforschungsinstitute ermahnen die Politik, Hilfspakete gegen die hohen Energiepreise vorsichtig zu dosieren, um die Inflation nicht weiter anzuheizen. "Werden solche Hilfen auf breiter Front ausgereicht, treibt das zusätzlich die Inflation und torpediert den wichtigen Lenkungseffekt höherer Energiepreise. Das verschärft wiederum die Probleme einkommensschwacher Haushalte und erhöht die gesamtwirtschaftlichen Kosten", erklärt der Leiter des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, Stefan Kooths. Schon jetzt erwarten die großen Institute für 2022 eine Inflationsrate von 6,1 Prozent, den höchsten Wert seit 40 Jahren. 
Sie schraubten ihre Konjunkturprognose wegen des Kriegs in der Ukraine und der anhaltenden Pandemie nach unten. Für dieses Jahr erwarten die Forscher nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 2,7 Prozent. Bei einer sofortigen Unterbrechung der russischen Gaslieferungen würde die Wirtschaftsleistung sogar nur um 1,9 Prozent zunehmen. Im Herbst hatten sie noch ein Wachstum von 4,8 Prozent vorhergesagt. 

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