Letztes Update:
20220404141208

14:10
04.04.2022
Die 422 Jugendherbergen in Deutschland haben im zurückliegenden Jahr rund 3,9 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Wie das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) in seiner Bilanz für das Jahr 2021 informiert, waren dies rund 300.000 mehr als im ersten, von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2020. Zwar habe man den Abwärtstrend stoppen können, doch von einem "normalen Ergebnis" wie vor der Pandemie im Jahr 2019, als es 9,8 Millionen Übernachtungen gab, sei man noch sehr weit entfernt, sagt DJH-Hauptgeschäftsführer Julian Schmitz.
Für dieses Jahr erwartet der 2,3 Millionen Mitglieder starke Verband wieder ein Stück Normalität. Trotz der beiden Pandemie-Jahre habe man 2021 nur vier Prozent der Mitglieder verloren. "Wir hatten so wenig Austritte wie nie zuvor. Darüber sind wir sehr glücklich", so Co-Geschäftsführer Oliver Peters. Die Zahl der Buchungen und Reservierungen habe in den ersten Monaten 2022 merklich angezogen. Ganz oben auf der Agenda des DJH steht die Rückkehr der wichtigsten Zielgruppe, der Schulklassen.

Wir wollen jetzt endlich auch wieder Schulklassen in unseren Häusern für wichtige Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Sport, Kultur oder soziales Lernen begeistern und Freiräume ermöglichen. 14:10
04.04.2022
DJH-Hauptgeschäftsführer Julian Schmitz
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13:29
04.04.2022
Der Deutsche Ethikrat fordert als Lehre aus der Corona-Pandemie umfassendere Strategien für Gesundheitskrisen. Es seien zu spät und zu wenig klar unterschiedliche Formen von Vulnerabilität (Verletzlichkeit) in den Blick genommen worden, sagt die Vorsitzende Alena Buyx. So sei früh erkannt worden, dass ältere Menschen enorme medizinische Risiken hätten. Auf Auswirkungen auf die junge Generation mit Ausfällen bei der Bildung und wichtigen Momenten der Persönlichkeitsbildung sei aber zu wenig geachtet worden. "Das ist nie wirklich zur Chefsache gemacht worden."
Der Ethikrat mahnte eine "Verpflichtung zur Wissensgenerierung" an. Um zu erkennen, wer besonders verletzlich sei, müsse man spezifische Daten erheben und systematisch zusammenführen. Das beratende Gremium hob unter anderem auch hervor, dass Institutionen der Daseinsvorsorge krisenfester werden müssten - etwa bei den Kapazitäten von Kliniken, Pflegekräften und Gesundheitsämtern oder der Digitalisierung von Kitas und Schulen.

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