Letztes Update:
20220311101634

10:15
11.03.2022
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnt vor dem geplanten baldigen Wegfall von Beschränkungen in Deutschland vor Sorglosigkeit. "Die Lage ist objektiv viel schlechter als die Stimmung", sagt der SPD-Politiker mit Blick auf wieder stark steigende Infektionszahlen. Er bezeichnet die Lage als kritisch und wendet sich gegen pauschale Einschätzungen, dass die Omikron-Variante milder sei. "Wir können nicht zufrieden sein mit einer Situation, wo 200 bis 250 Menschen jeden Tag sterben." Dies sei eine unhaltbare Lage, auf die man reagieren müsse.
Auch der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, mahnt zu großer Achtsamkeit. Er hält die derzeitige Lage in Deutschland für angespannt. "Nach wie vor erkranken viel zu viele Menschen schwer an Covid und nach wie vor sterben auch zu viele Menschen an dieser Erkrankung. Und nach wie vor erleiden auch viele Menschen Langzeitfolgen von Covid", so Wieler. Der Infektionsdruck, so der RKI-Chef, sei weiterhin sehr hoch. Insbesondere in den höheren Altersgruppen steige die Hospitalisierungsrate, mahnte Wieler. Dies sei auch auf die schrittweisen Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen vielerorts und das damit verbundene veränderte Verhalten vieler Menschen zurückzuführen. 

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09:25
11.03.2022
Die Bürger sind beim geplanten Ende der tiefgreifenden Corona-Schutzmaßnahmen laut Umfragen gespaltener Meinung. Ab 20. März soll nach einem entsprechenden Gesetzentwurf nur noch ein stark eingeschränkter Basisschutz rechtlich möglich sein (wir berichteten). 47 Prozent finden es angemessen, dass die tiefgreifenden Maßnahmen dann enden sollen, auch wenn derzeit die Infektionszahlen wieder steigen, wie eine veröffentlichte Erhebung des Instituts YouGov ergab. 44 Prozent der 2349 Befragten finden dies angesichts der Lage unangemessen. 8 Prozent machten keine Angabe.
Das ZDF-"Politbarometer" ergab ähnliche Ergebnisse: 50 Prozent der 1345 Befragten finden es richtig, dass die meisten Maßnahmen wegfallen. Fast ebenso viele, 47 Prozent, finden es laut der Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen nicht richtig.

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