Der Chef des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen, David Beasley, befürchtet angesichts der wirtschaftlichen Verwerfungen in der Corona-Pandemie nach eigenen Worten die
schlimmste humanitäre Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. Als er im April 2017 sein Amt antrat, seien bereits
80 Millionen Menschen "dem Hungertod entgegen gegangen", sagt er der
Süddeutschen Zeitung in Berlin. Vor zwei Jahren, direkt vor Ausbruch der Pandemie, sei die Zahl bereits auf 135 Millionen gestiegen - mit den wichtigsten Treibern Konflikte und Klimawandel. Inzwischen aber habe sich die Zahl nochmals mehr als verdoppelt: auf mehr als 285 Millionen. Ursachen seien fortwährende wirtschaftliche Probleme und die
Unterbrechung von Lieferketten aufgrund der Pandemie.