Letztes Update:
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10:26
15.02.2022
Trotz anhaltender Corona-Flaute wächst an den deutschen Flughäfen die Hoffnung auf einen wiederbelebten Flugverkehr zu Ostern. "Es gibt eine große aufgestaute Nachfrage nach Urlaubsreisen. Die in vielen Ländern beschlossenen Lockerungen der Corona-Auflagen stimmen uns hoffnungsfroh", sagt der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, Ralph Beisel, in Berlin.
Aktuell ist von einer Wiederbelebung noch wenig zu spüren, denn in der fünften Kalenderwoche (31.1. bis 6.2.) nutzten nur 1,26 Millionen Menschen die größeren Flughäfen in Deutschland. Das waren zwar rund dreimal so viel wie in der gleichen Kalenderwoche des Vorjahres, aber auch nur 33,9 Prozent des Aufkommens aus dem Vorkrisenjahr 2019. Beisel machte dafür die hohen Infektionszahlen durch die Omikron-Welle und die komplizierten Reiseeinschränkungen verantwortlich. 

10:04
15.02.2022
Das Brechen der Omikron-Welle ist aus Sicht des Bioinformatikers und Expertenrat-Mitglieds Lars Kaderali mit einer Art Sättigungseffekt zu erklären. "Mit der steigenden Zahl von Genesenen findet das Virus immer weniger Menschen, die noch für eine Infektion empfänglich sind", sagt der Greifswalder Wissenschaftler auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Mit veränderten Regelungen, etwa durch Lockerungen der Corona-Maßnahmen, könnten sich allerdings neue Kontaktnetzwerke ergeben, in denen die Virusverbreitung doch wieder Fahrt aufnimmt. "Der Sättigungseffekt kann also ein Stück weit wieder wegfallen." In Dänemark beispielsweise stiegen die Zahlen nun wieder.
"Das ist eine dynamische Geschichte. Deshalb sagen wir auch: Nur vorsichtig lockern", sagt Kaderali, der Mitglied des Corona-Expertenrats der Bundesregierung ist. Auch mögliche Effekte durch die Ausbreitung des Omikron-Subtyps BA.2 seien noch nicht eingepreist - befürchtet wird, dass er die Welle verlängern könnte. BA.2 ist offenbar noch besser übertragbar als die bisher in Deutschland verbreitete Omikron-Untervariante BA.1. Relativ gesichert von einem ruhigeren Fahrwasser ausgehen könne man erst ab etwa April, wenn auch saisonale Effekte die Virusausbreitung bremsen, sagt Kaderali.
Die Zeit der täglich neuen Höchstwerte bei den offiziellen Infektionszahlen in der Omikron-Welle scheint erst einmal vorbei zu sein. Der Trend der vergangenen Tage ist rückläufig. Es könnte allerdings auch sein, dass der Inzidenzrückgang nicht das tatsächliche Infektionsgeschehen widerspiegelt, sondern Folge eines überlasteten Melde- und Testsystems ist. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte in seinem jüngsten Wochenbericht geschrieben, dass der Höhepunkt der fünften Welle noch nicht erreicht sei.

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