Dass sich das Coronavirus auch nach Omikron weiter entwickeln wird, gilt als ziemlich wahrscheinlich. Über die Eigenschaften neuer Varianten lasse sich aber nur spekulieren, so der Präsident der Gesellschaft für Virologie, Ralf Bartenschlager. "Die Erfahrung zeigt aber, dass mit der Anpassung eines Virus an seinen Wirt die Pathogenität in der Regel abnimmt." Pathogenität meint die Fähigkeit, Krankheiten auszulösen. "Das bedeutet nicht, dass dieses angepasste Virus gar keine Erkrankung mehr macht, aber es ist in der Regel weniger krankmachend."
So verbreitet sich die neue Variante Omikron zwar schneller in Deutschland als Delta, verursacht aber Forschern zufolge im Schnitt mildere Krankheitsverläufe. Auf lange Sicht werde das Virus sicherlich endemisch und uns damit "erhalten bleiben".