Im
Streit um die Verkürzung des Genesenenstatus nach Corona-Infektionen in Deutschland
verteidigt Bundesgesundheitsminister
Karl Lauterbach die Drei-Monats-Frist und
will sich um
Umsetzung auch auf europäischer Ebene bemühen. "Wir werden in Kürze erneut versuchen, die drei Monate auch auf europäischer Ebene umzusetzen", so der SPD-Politiker im
ZDF-"heute journal". "Nach drei Monaten kann sich derjenige, der schon mit der Delta-Variante infiziert war, erneut mit der Omikron-Variante infizieren. Somit sind die drei Monate wissenschaftlich richtig", betonte Lauterbach.
Die EU-Staaten hatten sich am Dienstag darauf verständigt, dass sich Reisende innerhalb der Union ohne weitere Auflagen frei bewegen können sollen, wenn sie einen gültigen Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorlegen. Beim Genesenennachweis wird hier eine
Gültigkeit von 180 Tagen genannt, also sechs Monate. In Deutschland sind es seit Kurzem nur noch 90 Tage.