Im
Streit um die Errechnung von Corona-Inzidenzen in Bayern hat das zuständige Landesamt
Rohdaten veröffentlicht. Damit will das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Zweifel an der Berechnung beseitigen, die Inzidenzen nach Geimpften und Ungeimpften aufschlüsselt. Anfang Dezember hatten etwa SPD und FDP dem Amt und der Staatsregierung
vorgeworfen, mit verzerrten Inzidenzen unter Geimpften eine trügerische Sicherheit zu vermitteln. Konkret geht es bei dem Streit um die Berechnung der Inzidenz - und die Frage, ob es legitim ist,
Menschen mit unbekanntem Impfstatus der Gruppe der Ungeimpften zuzuschlagen. Theoretisch könnte dies das Ergebnis verzerren: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Geimpften könnte tatsächlich viel höher, die der Ungeimpften deutlich niedriger sein.
Mit der Veröffentlichung der Rohdaten wollen das Landesamt und die Landesregierung ihre Argumentation nachvollziehbar machen.
FDP-Landeschef Martin Hagen sieht in den Rohdaten die
Kritik seiner Partei
bestätigt - die
Inzidenzen der Ungeimpften seien nicht so viel höher als die der Geimpften.