Der
Hamburger Verfassungsschutz befürchtet eine
Radikalisierung bei den Demonstrationen gegen die
Corona-Maßnahmen. "Ich sehe mit Blick auf die bundesweite Entwicklung vor allem die Gefahr, dass diese Demonstrationen auch zum Anlaufpunkt für Menschen werden könnten, die nicht unbedingt mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, sondern mit anderen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unzufrieden sind", sagt Verfassungsschutzchef Torsten Voß der
Welt am Sonntag.
"Die Demonstrationen bieten definitiv Andockstellen, und eine solche Entwicklung birgt immer die Gefahr einer Radikalisierung bis hin zu Militanz", warnt Voß und kündigt an,
die "Querdenker"-Szene stärker beobachten zu wollen. In Hamburg hatte am Samstag vor dem vierten Advent die bis dahin größte Demonstration gegen Corona-Maßnahmen stattgefunden, 11.500 Menschen schlossen sich an.