Letztes Update:
20220127220332

17:11
25.12.2021
Nach Einschätzung des Weißen Rings ist Gewalt in Partnerschaften und Familien während der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. "Bei häuslicher Gewalt haben wir 2020 ein Plus von etwa zehn Prozent zu verzeichnen, seit 2018 sogar um 20 Prozent. Und wir werden wohl in diesem Jahr das Niveau von 2020 wieder erreichen", sagt der Bundesvorsitzende des Weißen Rings, Jörg Ziercke, der Deutschen Presse-AgenturInsgesamt hätten die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den rund 400 Außenstellen der Opferschutzorganisation im Jahr 2020 rund 17.000 Fälle betreut. 20 Prozent davon beziehen sich demnach  auf häusliche Gewalt.
"Die Prognose, dass häusliche Gewalt mit der Pandemie und dem Lockdown zunimmt und dass das mit einem Verzögerungseffekt deutlich wird, hat sich bestätigt", sagt Ziercke. Einige Wochen nach den Lockdowns 2020 und 2021 sei der Trend sprunghaft nach oben gegangen und die Bereitschaft der Opfer gestiegen, sich zu melden.

16:35
25.12.2021
In der Debatte über Corona-Beschränkungen kritisiert der Berliner Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur eine Verharmlosung des Begriffs Diktatur. "Ich bin sehr dafür, dass man die Verhältnisse in einer Demokratie und einer Diktatur vergleicht, aber dabei muss man klar die Unterschiede herausstellen", sagt Tom Sello der Deutschen Presse-Agentur.
In der Bundesrepublik seien Meinungsäußerungen, Versammlungen und die Gründung von Vereinen möglich - anders als früher in der DDR. "Menschen, die das gleichsetzen, verkennen eben nicht nur unsere heutigen Verhältnisse, sondern die verharmlosen auch die Diktatur. Sie tun den Menschen Unrecht, die in Diktaturen leben und unter diesen Verhältnissen leiden.»"

15:04
25.12.2021
Kölns Karnevalisten kritisieren Gesundheitsminister Karl Lauterbach für dessen Aussagen über die närrische Zeit. "Es ist schade, wie wenig Sie als Rheinländer über den Karneval wissen. Sonst würden Sie sich nicht öffentlich eine Verlegung der Karnevalsaktivitäten in den Sommer wünschen", schreibt Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, in einem Offenen Brief an den im rheinischen Düren geborenen SPD-Politiker Lauterbach. 
Der Karneval sei ein wichtiges und anerkanntes Kulturgut, betont Kuckelkorn. "Der Karneval ist ein Fest im Jahreskreislauf wie Weihnachten oder Ostern. Niemand würde ernsthaft fordern, alle weihnachtlichen Feiern vom Weihnachtsmarkt über die Christmette bis zu den Treffen im Familienkreis auf den Sommer zu verlegen - selbst in Pandemiezeiten nicht." Lauterbach hatte den Karnevalisten zuvor wenig Hoffnung auf eine normale Session gemacht. Er schlug vor, wegen der drohenden Omikron-Virusvarianten-Welle die närrischen Aktivitäten in die warme Jahreszeit zu verlegen.

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