Die Corona-Pandemie macht nach Einschätzung der Caritas lange angelegte Armutsrisiken sichtbar. "Einmal arm, immer arm - das ist für immer mehr Menschen eine reale Bedrohung", sagt Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Heute will der Paritätische Wohlfahrtsverband einen Bericht zur Armutsentwicklung in der Pandemie veröffentlichen.
Welskop-Deffaa sagt, im Lebenslauf verfestigte Armut dürfte nicht hingenommen werden. So müsse das bewilligte Existenzminimum dem entsprechen, was gebraucht werde. Sondersanktionen für junge Menschen müssten abgeschafft werden. Und es brauche Angebote, "die Menschen unverzüglich helfen, wenn sie, aus welchen Gründen auch immer, in eine Lebenskrise geraten".