Letztes Update:
20220127220332

10:23
09.12.2021
Ein erneuter allgemeiner Lockdown wäre aus Sicht des Bremer Regierungschefs Andreas Bovenschulte der falsche Weg. Wer Geschäfte, Kinos und Gaststätten flächendeckend für alle schließen wolle, der müsse auch ehrlich bekennen, dass er einen Lockdown ebenso für doppelt und dreifach Geimpfte wolle, auch wenn diese zusätzlich noch getestet seien. "Dann gäbe es gar keinen Anreiz mehr, sich impfen zu lassen", sagt Bovenschulte. Zudem gebe es bereits einen Lockdown für Ungeimpfte. 
Der Bürgermeister wirbt eindringlich noch einmal für das Impfen. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes steht Bremen derzeit mit einer Impfquote von 80,8 Prozent an vollständig Geimpften an der Spitze der Bundesländer.

10:13
09.12.2021
Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) hält angesichts der aktuellen Entwicklung in der Pandemie eine gesetzliche Regelung zur sogenannten Triage für überfällig. "Der Impfstatus darf keine Rolle spielen" bei der Frage, wer im Falle einer möglichen Überlastung des Gesundheitssystems eine intensivmedizinische Behandlung erhalte, sagt DIMR-Direktorin Beate Rudolf. Auch eine Person, die sich "unvernünftig oder unsolidarisch" verhalte, habe ein Recht auf Gesundheit. 
In seinem aktuellen Jahresbericht mahnt das Institut mit Blick auf etwaige Engpässe in den Kliniken an: "Deutschland braucht menschen- und verfassungsrechtlich begründete Prinzipien als Grundlage für Priorisierungsentscheidungen der Ärzteschaft."

10:07
09.12.2021
Der Impfrat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt weiterhin keine allgemeine Auffrischimpfung, wie sie Deutschland und viele andere Länder anbieten. Es gehe um faire Impfstoffverteilung, sagt der Vorsitzende des unabhängigen Beirats für Immunisierungsfragen (SAGE), Alejandro Cravioto. Eine volle Impfung - im Fall von Pfizer/Biontech oder Moderna zwei Dosen - schütze sechs Monate gut vor einem schweren Krankheitsverlauf, sagt Cravioto. 
Dort, wo es Kapazitätsprobleme gebe, könne ein anderer Impfstoff zum Einsatz kommen. Mit der Frage, ob eine Auffrischimpfung mit einem anderen Impfstoff Sinn mache, um einen breiteren Schutz zu erzeigen, befasst sich der Rat noch und hat Empfehlungen in Kürze in Aussicht gestellt.

09:38
09.12.2021
Die öffentlichen Bildungsausgaben in Deutschland sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen auf knapp 160 Milliarden Euro. Das waren rund neun Milliarden Euro oder sechs Prozent mehr als 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. In die Schulen floss demnach mit 76,8 Milliarden Euro knapp die Hälfte der Ausgaben. 36,2 Milliarden Euro entfielen auf die Kitas und 33,2 Milliarden Euro auf die Hochschulen. Bereits ein Jahr zuvor waren die Bildungsausgaben um 6,3 Prozent gewachsen.
"Auch im Bildungswesen war das Jahr 2020 stark von der Corona-Pandemie geprägt", erklären die Statistiker. Unter anderem hätten Digitalisierung, Hygienekonzepte und zusätzliche Betreuungsangebote höhere Kosten verursacht. 

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