FDP-Chef
Christian Lindner hat
gezieltere Maßnahmen zur Corona-Eindämmung verteidigt und mehr Schub bei den Impfungen gefordert. "Jeder hatte wohl gehofft und mit der Verfügbarkeit der Impfstoffe auch erwartet, dass dieser Winter ein anderer sein würde als der im vergangenen Jahr", sagt er bei einem Parteitag in Berlin. "Diese Hoffnung hat sich nicht bestätigt."
Die vierte Welle mit dramatischen Infektionszahlen stelle eine neue besondere Gefahr da. Es gehe nun um eine Strategie, "die konsequenter Risiken bekämpft, die aber zugleich
mehr gesellschaftliches Leben erhält".
Es gebe "keine Kehrtwende" seiner Partei in der Pandemiepolitik, sagte Lindner. Dieser Winter unterscheide sich vom Winter 2020, da
pauschale und flächendeckende Schließungen nun nicht beabsichtigt seien. Es gebe etwa konsequentere 3G-Vorgaben am Arbeitsplatz, besonders harte Beschränkungen müssten die Parlamente auf den Weg bringen. Beim Krisenmanagement müssten "operative Umsetzungsmängel" behoben werden, auch für deutlich mehr Auffrischungsimpfungen.