Angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen hat die
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) vor vermehrten
Verschiebungen von planbaren Operationen gewarnt. Zwar könnten nach wie vor alle Notfälle versorgt und dringliche Operationen weiterhin durchgeführt werden, sagt Hans-Joachim Meyer, Generalsekretär der DGCH und Präsident des Berufsverbands der Deutschen Chirurgen (BDC), am Donnerstag in Berlin. "Was sich jetzt aber wieder eingestellt hat, ist eine Verschiebung der sogenannten planbaren Eingriffe aufgrund der Auslastung der Intensivstation bei fehlendem Pflegepersonal."
Einer Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft zufolge
müssen bundesweit bereits drei Viertel aller Krankenhäuser planbare Operationen verschieben. Vor allem Anästhesisten und das Anästhesie-Pflegepersonal, die sonst bei Operationen geholfen hätten, müssten nun auf den Intensivstationen aushelfen, sagt der Vizepräsident der DGCH, Michael Ehrenfeld.