Im kommende Jahr dürften nach Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) fast 40 Millionen Menschen mehr weltweit auf humanitäre Hilfe oder Schutz angewiesen sein als in diesem Jahr. Die Vereinten Nationen stellen sich 2022 auf 274 Millionen Bedürftige ein, nach 250 Millionen im Jahr 2021, wie das UN-Nothilfebüro (OCHA) berichtet. Jeder 29. Erdenbewohner sei auf Unterstützung angewiesen.
"Der Bedarf wächst, was auf das Zusammentreffen von politischer Instabilität, zunehmenden Vertreibungen, Folgen des Klimawandels und Auswirkungen von Covid-19 zurückzuführen ist", berichtet das UN-Nothilfebüro. "Humanitäre Hilfe rettet leben", sagt Nothilfekoordinator Martin Griffiths. Dennoch sei dies nur Teil der Lösung, Konflikte müssten vor allem politisch gelöst werden.