Nach einem in Gewalt umgeschlagenen Protest gegen die
Corona-Maßnahmen in den Niederlanden in Rotterdam in der Nacht zu Samstag hat es in der vergangenen Nacht
Ausschreitungen in mehreren Städten des Landes gegeben. Am Samstag waren in den sozialen Netzwerken Aufrufe zu Krawallen im ganzen Land kursiert. Und tatsächlich: Randalierer zogen in der Nacht zum Sonntag durch mehrere Städte.
Rund 30 Personen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen, die meisten in Den Haag. Dort wurden die Mobile Einheit der Polizei sowie Hunde und Pferde eingesetzt. Fünf Beamte seien verletzt worden, teilt die Polizei mit.
Die Polarisierung habe zugenommen, sagte Justizminister Grapperhaus. Corona-Proteste würden von gewaltbereiten Gruppen missbraucht. "Die Polizei wird dargestellt als Verlängerung des Staates, und der muss angegriffen werden." Bereits im Januar hatte es heftige Krawalle gegeben, nach dem eine Ausgangssperre verhängt worden war.