Wegen des
anhaltenden Impfstoffmangels in ärmeren Ländern kritisiert der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die
Corona-Impfstoffhersteller scharf. Die Produzenten sollten bei den Bestellungen dem solidarischen UN-Impfstoff-Programm Covax den Vorzug geben, "nicht dem Gewinn für Aktionäre", sagt
Tedros Adhanom Ghebreyesus. Man höre Ausreden, warum die
ärmeren Länder bislang nur 0,4 Prozent des Impfstoffs erhalten hätten, so Tedros. Sie machen neun Prozent der Weltbevölkerung aus. Die Hersteller sollten keinen Impfstoff mehr in Länder liefern, die bereits 40 Prozent ihrer Bevölkerung oder mehr geimpft hätten, verlangt Tedros. Solche Lieferungen sollten erst wieder aufgenommen werden, wenn auch alle anderen Länder mit Hilfe von Covax 40 Prozent Impfrate erreicht haben, sagt er.