UPDATE | Die
Ständige Impfkommission (Stiko) dringt auf
Auffrischungsimpfungen zunächst nur für ausgewählte Gruppen. Es komme darauf an, die Menschen zuerst zu schützen, die die Impfung am dringendsten benötigen, so der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens.
Gesunde Menschen mittleren Alters mit Grundimmunisierung könnten davon ausgehen, dass sie noch ausreichend Schutz haben. Zwar lasse der Schutz vor Ansteckung mit der Zeit nach,
nicht aber der Schutz vor einer schweren Erkrankung. Mertens betont, es gelte auch die noch klaffenden Impflücken bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren zu schließen. Die Impfquoten seien hier unzureichend.
Impf-Verstärkungen ("Booster") sind mindestens sechs Monate nach einer vollständigen Impfung möglich. Angeboten werden sie Älteren ab 60 Jahre, Risikogruppen, aber auch Geimpften mit Astrazeneca und Johnson & Johnson.
Die Stiko empfiehlt Auffrischungsimpfungen vorerst unter anderem für Menschen ab 70, für immunsupprimierte Patienten und für Pflegepersonal. "Die Ständige Impfkommission prüft im Moment sehr intensiv, ob sie Auffrischungsimpfungen für alle Bevölkerungsgruppen empfehlen wird", sagte Mertens zuvor den Zeitungen der
Funke Mediengruppe. Grundsätzlich sind "Booster" laut Impfverordnung für alle möglich.