Die G20-Pläne für ein Ausweiten der Impfungen weltweit stoßen auf Skepsis. Befürworter begrüßen, dass die Gesundheits- und Finanzminister der G20-Gruppe helfen wollen, bis Mitte nächsten Jahres 70 Prozent der Bevölkerung in allen Ländern impfen zu lassen. Kritiker bemängeln indes, die Vertreter der größten Volkswirtschaften hätten nach ihren Beratungen in Rom keine konkreten Pläne vorgelegt.
Auf dem G20-Gipfel heute und morgen in der italienischen Hauptstadt müssten die Staats- und Regierungschefs "nachlegen und einen Aktionsplan" präsentieren, fordert Jörn Kalinski von der Entwicklungsorganisation Oxfam. "Bis heute sind alle Versprechen der G20 für globalen Zugang zu Impfstoffen gebrochen worden." Auch Friederike Röder von Global Citizen fordert einen "konkreten Fahrplan" und mahnt: "Wir haben keine Zeit mehr für Absichtserklärungen."