Vor dem Gipfel der großen Industrienationen (G20) am Wochenende in Rom fordern Entwicklungsorganisationen unter anderem besseren Zugang zu Impfstoffen. "Es braucht mutige Entscheidungen für Impfgerechtigkeit (...)", sagt G20-Koordinator Jörn Kalinski von Oxfam. Vor allem gibt es deutliche Kritik es an der Verteilung von Impfstoffen. "Nach 18 Monaten Pandemie ist die Bilanz erschreckend", so Friedrike Röder von Global Citizen. Während in reichen Ländern 70 Prozent der Menschen geimpft worden seien und über eine dritte Impfung nachgedacht werde, seien es in armen Ländern nicht einmal drei Prozent.
"Die Produktion ist nicht das Problem, sondern mangelnder politischer Wille und die Gewinninteressen der Hersteller", kritisiert Fiona Uellendahl von World Vision. Es wird auf Indien und Südafrika verwiesen, die gemeinsam mit mehr als 100 Ländern eine Aussetzung der Patente fordern, um die Produktion zu steigern und die Kosten zu senken.